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American Football:
(Chemnitz Crusaders)

Crusaders mit bitterer Niederlage

 
Nachdem das Hinspiel bereits mit 41:17 zugunsten der Lynx ausging, sollte nun ein aus Chemnitzer Sicht besseres Ergebnis folgen. Leider ließ sich auf Grund diverser Ausfälle auf Chemnitzer Seite dieses Vorhaben nicht umsetzen. Mit 3:26 gingen die Gäste als Sieger vom Feld und behaupten die Tabellenführung. Als Fazit lässt sich sagen, dass sich die Varlets zwar wacker geschlagen haben, aber dennoch viel Arbeit vor den Coaches und dem Team liegt. Für die erste Saison ist die bisherige Leistung aber mehr als akzeptabel. Zum zweiten Teil des Double Headers - dem Hauptevent des Tages - verschlechterten sich die äußeren Bedingungen nochmals durch mal mehr mal weniger starken Nieselregen. Bereits bei der Spielvorbereitung konnte man auf Seiten der Crusaders die eine oder andere Überraschung feststellen. Zuvor angekündigt war ja bereits das Fehlen der beiden Schlüsselspieler Daniel Püngel (QB #7) und Jan Schloßhauer (LB #50). Stattdessen streifte sich Defense Coach Rene König wieder die Ausrüstung über - diesmal mit #94. Für eine weitere kleine Überraschung sorgte dann das Auftauchen der #7 mit einem Helm der Chemnitz Varlets. Darunter verbarg sich allerdings kein Rookie aus dem Varlets-Team, sondern der Offense Coordinator Ralph "Gazelle" Dietrich höchstpersönlich. Anscheinend hatten sich die Coaches vorgenommen, ihre Männer selbst auf dem Feld anzuführen. Das Spiel begann ungewöhnlicherweise nicht dem gewohnten Einlaufprozedere der Crusaders. Vielleicht wollte man ja die Identität der #7 noch etwas vor den Gästen aus Berlin geheim halten. Einer der Schiedsrichter schaute zumindest nicht schlecht ... Die Crusaders begannen das Spiel mit dem Kick Off, so dass die Bears zuerst das Angriffsrecht hatten. Beide Teams neutralisierten sich jedoch weitestgehend. Das Angriffsrecht wechselte stetig hin und her, aber nichts Zählbares wurde dabei erreicht. Anscheinend wollte auch keines der beiden Teams ein zu großes Risiko eingehen, denn in diesem Spiel ging es auch um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Ost. Nach dem Seitenwechsel zu Beginn des zweiten Viertels standen die Crusaders kurz davor, die ersten Punkte zu erzielen. Leider missglückte der Versuch von Mike Pfab (K/P/WR #1), ein Field Goal zu erzielen, nicht zuletzt aufgrund der widrigen Bedingungen. Im weiteren Verlauf des Viertels schafften es die Bears bis kurz vor die Endzone, da der Ballträger ins Aus trat, bevor er in die Endzone kam. Danach verloren sie jedoch durch einen Fumble den Ball und das Angriffsrecht. In dieser Phase erlitt Sascha Schubert (DB #11) eine Verletzung am Auge, wegen der das Spiel für ihn dann beendet war. Gute Besserung auf diesem Wege! In Folge des Fumbles der Bears begannen die Crusaders ihren Drive mit dem heutigen Starting-Quarterback Thomas Sieron (#5) an der eigenen 1-Yard-Linie. Man konnte sich zwar befreien, aber wiederum sprang aufgrund der auslaufenden Uhr nichts Zählbares heraus und es ging mit 0:0 in die Halbzeitpause. Das dritte Viertel schien zunächst eine Fortsetzung des bisherigen Verlaufs des Spiels zu bieten. So machte sich auch langsam Gedanke breit, dass das Team, welches die ersten Punkte erzielt, am Ende auch als Sieger vom Platz geht. Die Bears konnten dann ein ums andere Mal durch Läufe ihrer #3 ordentlich Raumgewinn erzielen. Seinen Läufen konnte die Defense der Crusaders nur bedingt etwas entgegen setzen. So kam es schließlich wie es in einem solchen Spiel kommen musste - die Bears erzielten einen Touchdown. Auch der PAT war gut und so stand es auf einmal 0:7. Noch war nicht aller Tage Abend, aber auch im letzten Viertel wollt enicht sonderlich viel gelingen. Weder ein selbst wieder aufgenommener eigener Punt noch der Auftritt von der "neuen" #7 als Quarterback konnten verhindern, dass die Zeit davon lief und letztendlich die Bears abknien und die Uhr auslaufen lassen konnten. Die Freude auf Seiten der Bears über den ersten Sieg in der Regionalliga Ost war natürlich groß und die Erleichterung spürbar. Den Crusaders fehlen nun jedoch bereits zwei durchaus eingeplante Punkte, was sich am Ende der Saison rächen kann. Somit bleibt nur die Hoffnung, dass mit weiterer kontinuierlicher Arbeit die besonders in den ersten beiden Spielen gegen die Leipzig Lions und die Frankfurt (Oder) Red Cocks gezeigten guten Ansätze sich auch in der Tabelle wiederfinden werden. Bereits am nächsten Wochenende gibt es im Heimspiel gegen die Leipzig Lions die Chance dazu. Dieses Spiel sollte sich jeder Fan der Chemnitz Crusaders dick im Kalender vormerken, denn jede Unterstützung wird benötigt.


Autor: rama
Artikel vom 01.06.2009, 10:18 Uhr

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