Artikelausdruck von Freestyle Koblenz


American Football:
(TSV SCHOTT Mainz Golden Eagles)

Letzte Auswärtsbegegnung - Farmers ziehen gegen Eagles sämtliche Register

 
Nachdem die Heimsaison der TSV Schott Mainz Golden Eagles bereits abgeschlossen war fand als allerletzte Begegnung noch das Auswärtsspiel gegen die Montabaur Fighting Farmers am vergangenen Samstag statt. Für beide Teams stand die endgültige Tabellenplatzierung dabei bereits praktisch fest. So konnte Montabaur den zweiten Platz nicht mehr verlieren und Mainz mit zwei Siegen das Tabellenende von sich weisen. Es ging also lediglich um eine solide Partie American Football und attraktive Vorstellung für die Zuschauer. Dennoch war im Vorfeld von Seiten der Farmers angekündigt worden, nach bisher eher schleppend verlaufenen Heimspielen, nun gegen Mainz sämtliche Register zu ziehen und die Eagles nach Möglichkeit zu überfahren.

Früh spielten die Farmers ihre Stärken aus und bauten mit insgesamt vier Touchdowns in der ersten Halbzeit eine eindeutige 28:00-Führung auf. Die Golden Eagles hingegen mussten gänzlich ohne etatmäßigen Quarterback auskommen und Alfred Siapno, seines Zeichens Linebacker und Fullback, sprang als Spielmacher ein. In dieser zusätzlich erschwerten Ausgangslage kamen die Adler zunächst kaum vom Fleck und die Drives endeten meist schon nach vier Versuchen, sodaß den davonziehenden Farmern in der ersten Hälfte nichts entgegengesetzt werden konnte.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts verlagerte sich die Mainzer Offense verstärkt auf das Passspiel und konnte erfolgreich über das Feld marschieren. Mit Pässen auf Marcel Malewski (22 Yards), Stefan Stüwe (20 Yards) und Tight End Eric Rohleder (11 Yards) erreichte der Angriff die Redzone der Gastgeber. Läufe über Stefan Landgrebe, Michael Henschel und Alfred Siapno schoben den Downmarker dann bis auf zwei Yards heran. Mit einem weiteren Quarterback-Sneak erreichte Siapno dann die Endzone und holte für die Eagles die ersten Punkte. Montabaur konnte unmittelbar mit einem 65 Yard Touchdownpass von Brandon Wakefield auf Christian Günter den alten Abstand wieder herstellen und zum Ende des dritten Viertels war spätestens jetzt der Ausgang beim Stand von 35:7 besiegelt.

Als ginge es um alles oder nichts ließen die Farmers sich davon nicht beirren und setzten ihren Ansturm weiter fort. Mit einem laufstarken und schnellen Drive und abschließendem Touchdownrun über Johannes Dommermuth erzielten sie denn auch einen weiteren Score. Aber auch die Eagles konnten erneut die Endzone erreichen, wenngleich dies mit Blick auf die Anzeigetafel lediglich Ergebniskosmetik bedeutete. Alfred „Al“ Siapno, der im Hinblick auf sein sonstiges Einsatzgebiet auf dem Footballfeld eine überraschend gute Leistung ablieferte, fand erneut Marcel Malewski über 40 Yards und bediente anschließend Stefan Stüwe über 28 Yards zum Touchdown.

Nach missglücktem Mainzer Kick-off begannen die Farmers bereits wieder an der eigenen 41 Yard Linie und zeigten wiederholt dass sie das klar überlegene Team waren. Es brauchte nicht lange zu weiteren 6 Punkten und dem 48:13, aber als die Farmers daran gingen bei uneinholbarer Führung eine Conversion für zwei weitere Punkte draufzusetzen wurde allen klar wohin der Hase lief. Offensichtlich sollte alles daran gesetzt werden gegen Mainz die 50 Punkte voll zu machen, sehr zum Unmut der Golden Eagles. Dank eines Quarterback-Sack misslang das Unterfangen aber zunächst. Nachdem die Adler im folgenden Kick-Return jedoch einen Fumble produzierten, den die Fighting Farmers eroberten, witterten die Gastgeber ihre zweite Chance und nahmen im folgenden Drive sogar ein Timeout um die Uhr anzuhalten.

In gewohnter Manier führte die Farmers-Offense einen weiteren Drive durch und erreichte mit dem letzten Touchdown das ersehnte Ziel und einen 55:13 Endstand, dessen Zustandekommen der Partie aber einen negativen Beigeschmack verlieh. Entsprechend ärgerlich zeigte sich Headcoach Marco Dilg nach dem Abpfiff: „Klar war Montabaur das überlegenere Team, das haben wir heute mehrfach gesehen. Auch ist nicht nur Brandon Wakefield allein für den Erfolg verantwortlich, sondern ebenso haben die Offense- und Defense-Line uns dominiert. Um jeden Preis aber die 50 Punkte voll machen zu wollen finde ich gehört sich nicht. Bei einer solchen Führung lässt man im Schlussviertel die Uhr herunterlaufen anstatt ein Timeout zu nehmen um dem Gegner auch möglichst noch einen einschenken zu können.“


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 21.07.2005, 11:30 Uhr

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