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Handball:
(Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.)

Juniorinnen ziehen nach Sieg gegen Serbien in die EM-Hauptrunde ein

 
Die Juniorinnen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes hat bei der Women`s 19 EHF EURO in Slowenien die Hauptrunde erreicht. Die Mannschaft des Trainer-Duos Marielle Bohm und Jens Pfänder gewann das finale Vorrundenspiel in der Gruppe C gegen Serbien nach einer starken zweiten Halbzeit mit 26:20 (10:10) und sichert sich damit den zweiten Tabellenplatz. Beim zweiten Turniererfolg war Amelie Bayerl mit sechs Toren beste deutsche Werferin und wurde nach der Partie auch zur "Spielerin des Spiels" gewählt.

Als Gruppensieger zieht Frankreich in die Hauptrunde ein. Die Equipe Tricolore gewann gegen Spanien souverän mit 37:25 und feierte so den dritten Sieg im dritten Spiel. Nach einem Ruhetag am Montag bestreitet die DHB-Auswahl am Dienstag ihr erstes Hauptrundenspiel. Die Gegner entscheiden sich im nach den letzten Vorrundenspielen der Gruppe D, die erst am Abend gespielt werden.

Die Stimmen zum Spiel:

Jens Pfänder: "Wir sind sehr glücklich über das Erreichen der Hauptrunde. Dass bei uns ein bisschen die Nerven im Spiel waren, hat man in der ersten Halbzeit gemerkt. Es war klar, dass wir das Spiel gewinnen mussten, um sicher in die Hauptrunde zu kommen. Das hat die Spielerinnen etwas belastet. Ab der 20. Minute ist es endlich gelungen, Zugriff in der Abwehr zu bekommen und hatten so dann auch mehr Sicherheit in unseren Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, das haben die Mädels sehr gut gemacht. Wir haben in der Abwehr viel aggressiver gedeckt, haben auch die Kreisspielerin viel besser in den Griff bekommen. Dadurch sind wir zu Gegenstößen gekommen, die wir dann auch erfolgreich nutzen konnten. Großer Glückwunsch an die Mannschaft. Wir freuen uns auf die zweite Turnierwoche."

Alicia Soffel: "Wir sind heute nicht so gut ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben. Ab Mitte zweite Halbzeit haben wir dann die Sachen umgesetzt, die wir zeigen wollten. Wir hatten Tempo in unseren Aktionen und sind so zu einfachen Toren gekommen. Jetzt freuen wir uns auf die Hauptrunde."

Spielverlauf:

Die Partie startete mit einer zwei-Minuten-Strafe gegen Mia Zschocke nach bereits einer Minute. Die deutsche Mannschaft, bei der wieder Sarah Wachter im Tor begann, ließ sich da von aber nicht beeindrucken und agierte von Beginn an aggressiv in der Verteidigung und ermöglichte den Serbinnen so wenig einfache Würfe. Da allerdings auch die Abwehr von Serbien um Torfrau Katarina Kosanovic stabil stand, bekamen die Zuschauer in Celje zunächst wenig Grund zum Jubeln.

Eine erste Überzahlsituation nutzte die deutsche Mannschaft, um einen ersten zwei-Tore-Rückstand durch Annika Lott auszugleichen (4:4, 11. Minute). Serbien blieb allerdings in der eigenen Offensive etwas ertragreicher, sodass Marielle Bohm nach einem Tor durch Jelena Mazic beim Stand von 5:7 eine erste Auszeit nahm (17. Minute).

Kurze Zeit danach musste Zschocke mit der bereits zweiten zwei-Minuten-Strafe von der Platte. Die deutsche Abwehr blieb jedoch stabil, allerdings verpasste Deutschland es mehrfach im eigenen Angriff, den Ausgleich zu erzielen. Amelie Bayerl per Siebenmeter und Lott aus dem Rückraum sorgten schließlich für den 10:10-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Serbinnen zunächst besser und erspielten sich einen frühen zwei-Tore-Vorsprung (15:13, 39. Minute). In der Folge drehte die deutsche Mannschaft allerdings auf. Die Verteidigung stellte Serbien vor große Probleme, sodass wiederum Bayerl mit zwei erfolgreichen Siebenmetern und Julia Maidhof nach einem Ballgewinn das Spiel drehten (16:15) - Auszeit Serbien.

Doch auch die sollte am Spielgeschehen nichts ändern, genauso wie die Rote Karte gegen Lena Degenhardt nach 43. Minuten (dritte zwei-Minuten-Strafe). Die DHB-Auswahl dominierte jetzt das Spiel. In der eigenen Verteidigung gelangen viele Ballgewinne und in der Offensive hatte sich die deutsche Mannschaft nun freigespielt und zeigte ihr gefährliches Tempospiel sowie sehenswerte Kombinationen. Serbien fand keine Lösungen mehr.

Als Konsequenz bauten die Juniorinnen ihre Führung immer weiter aus. Selina Kalmbach sorgte vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 25:18 für die höchste Führung im Spiel - die Vorentscheidung war längst gefallen. Den Schlusspunkt setzte die serbische Kapitänin Lidija Cvijic mit zwei Treffern, doch das hatte am Ende keinen Einfluss mehr. Mit dem 26:20 feierte die Mannschaft die Qualifikation für die EM-Hauptrunde.

(Quelle und mehr unter www.dhb.de)


Autor: heop
Artikel vom 30.07.2017, 18:50 Uhr

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