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Handball:
(Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.)

DHB-Junioren feiern Gruppensieg, im WM-Achtelfinale wartet Schweden

 
Mit einer weißen Weste haben die deutschen Junioren die WM-Vorrunde in Algier abgeschlossen: Im letzten Gruppenspiel feierte das Team des Trainergespanns Erik Wudtke und Klaus-Dieter Petersen am Montagabend mit dem 32:28 (14:16) gegen Norwegen den fünften Sieg im fünften Spiel. Damit zieht Deutschland als Gruppensieger ins Achtelfinale ein, trifft dort am Mittwoch, 17:15 Uhr Deutscher Zeit, auf Schweden (Vierter in Gruppe B).

Die zuvor ebenfalls verlustpunktfreien Norweger spielen gegen Dänemark um den Einzug ins Viertelfinale. Wie schon am Sonntag gegen die Färöer Inseln (29:21) war eine Steigerung in Hälfte zwei entscheidend für den Erfolg. Bester DHB-Werfer war Melsungens Kreisläufer Johannes Golla mit sieben Treffern.

„Wir sind froh, dass wir unser erstes Ziel, den Gruppensieg, erreicht haben. Dank unseres Kampfgeists sind wir nach der Pause zurückgekommen, die dann gute Abwehr sowie unser Spiel über den Kreis im Angriff waren die Schlüssel zum Erfolg“, war Wudtke mehr als zufrieden: „Kompliment an die gesamte Mannschaft, die eine tolle Moral bewiesen hat, auch jene Spieler auf der Bank hatten ihren Anteil. Das war ein echter Teamerfolg und dadurch haben wir die bestmögliche Ausgangslage fürs Achtelfinale.“

Die DHB-Auswahl hatte ihr zweites von drei Spielen gegen skandinavische Mannschaften in Folge viel konzentrierter begonnen, als sie über weite Strecken am Sonntag gespielt hatte. In der Abwehr stand die deutsche Defensive gegen die groß gewachsenen Norweger anfangs sehr gut, im Angriff legte das Team die von Wudtke geforderte höhere Effizienz an den Tag. Und so baute der Vize-Europameister von 2016 die Führung von 4:2 auf 10:6 aus.

Doch eine Auszeit der Norweger war dann die Initialzündung für die erste Wende. Der EM-Fünfte, der vor einem Jahr bei der Europameisterschaft in Dänemark noch mit 23:30 gegen die Deutschen verloren hatte, stand nun sicherer in der Abwehr, im Angriff fand Norwegen nun immer häufiger die Lücke aus dem Rückraum. Auch eine Wudtke-Auszeit beim 12:12 konnte den Express nicht aufhalten, beim Halbzeitpfiff lag die deutsche Mannschaft wie schon gegen die Färöer zurück, dieses Mal mit 14:16. Die letzte Chance vergab Marian Michalczyk mit einem direkten Freiwurf mit der Pausensirene.

„Nachdem wir zu viele Gegenstoßtore kassiert hatten, sprachen wir in der Kabine speziell das Rückzugsverhalten an - und dass wir vorne geduldiger spielen müssen. Das haben wir dann auch getan“, sagte der DHB-Trainer.

Bis zur 38. Minute hielt Norwegen den Zwei-Tore-Vorsprung - aber dann: Als Fredrik Lövberg in norwegischer Überzahl DHB-Torwart Joel Birlehm beim Siebenmeter mit einem Kopftreffer abschoss, drehte sich das Spiel. Lövberg kassierte Rot, die Deutschen waren endgültig wach: Trotz einiger Zeitstrafen gewann die DHB-Auswahl die Oberhand. Beim 19:19 war die Partie wieder ausgeglichen, mit einem Wurf ins leere Tor sorgte Lukas Mertens kurz darauf für die erste deutsche Führung nach dem Wechsel - und ab da waren sie nicht mehr zu halten. Zunächst traf Michalczyk mit einem Traum-Kempa zum 22:20, dann sorgten fünf deutsche Treffer in Folge vom 23:22 zum 27:22 (51.) für die Vorentscheidung in einer nun hitzig geführten Partie.

Zwar kamen die Norweger nochmals auf 26:28 heran, doch drei weitere DHB-Tore in Folge sicherten schließlich die weiße Weste und den Gruppensieg. Nun gilt die volle Konzentration dem Achtelfinale Partie gegen die Schweden, die vor einem Jahr 13. der EM in Dänemark geworden waren.

„Das wird genau das gleiche Spiel wie heute gegen Norwegen - nur unter einer anderen Flagge des Gegners. Ich hoffe, dass auch das Endergebnis gleich ist“, blickte Wudtke auf das nächste Duell mit einem skandinavischen Team voraus.

In der deutschen Gruppe A belegten die Ungarn nach dem Erfolg über die Färöer den dritten Platz und treffen im Achtelfinale auf Slowenien, die Färöer-Inseln spielen am Mittwoch gegen den U19-Weltmeister und U20-EM-Dritten Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale.

(Quelle und mehr unter www.dhb.de)


Autor: heop
Artikel vom 25.07.2017, 17:57 Uhr

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