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Wandern:
(SV Gehlert e.V.)

"Zwischen Ochsenbruch und Schmitteborn" - Gehlerter Moor- und Meilergeschichten

 
Im Moorgebiet "In den Aschern" galt es zu allererst auf die eigene Sicherheit zu achten, lauerten hier doch vielerlei Gefahren.
Für die trotz schlechter Witterung zahlreich erschienenen Kinder und Jugendlichen war es kaum vorstellbar, dass die Gehlerter hier noch bis in die 1960er Jahre Landwirtschaft betrieben hatten.
An einigen Stellen zeigten sich die Eigenarten des Moorgebietes besonders eindrucksvoll. Vor allem die bis zu zwei Meter tiefen Quelllöcher brachten den nötigen Respekt vor einem Gelände, das die Teilnehmer wie einen "Wackel-pudding" überschritten.
Die Geschichten über den im Moor eingebrochenen Ochsen und die bei der Anlage eines Teiches versunkenen Raupe fanden aufmerksame Zuhörer. Und die Hinweise von Markus Kunz über die Bedeutung der Aschern als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen fanden ihre eindrucksvolle Bestätigung in der Beobachtung von Fröschen und Molchen, insbesondere aber eines Schwarzstorches, der im Bereich der Rothbachquelle auf Nahrungssuche war.

Über die alte Grenzschneise führte der Weg weiter zum Schmitteborn. Dort waren es insbesondere die alten, vor vielen hundert Jahren betriebenen Meilerplätze, die bei den Teilnehmern auf reges Interesse stießen. Und die Frage, was die alten Gehlerter außer Waffen dort wohl produziert haben mögen, ob es gar Raketen waren, die dort hergestellt und abgeschossen wurden, diese Frage musste Markus Kunz offen lassen. Ihr soll im Herbst 2009 erneut nachgegangen werden, wenn die Kinder und Jugendlichen bei einer Biotoppflegeaktion helfen werden.

Resümee: Eine für Kinder und Jugendliche sehr interessante Aktion, die man – so der Vorschlag des Mitwanderers und Vorstandsvorsitzenden Hans-Werner Rörig - in gleicher oder abgewandelter Form durchaus auch einmal für einen Vereinswandertag in den Blick nehmen könnte.


Autor: arro
Artikel vom 21.04.2009, 10:43 Uhr

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