Artikelausdruck von Freestyle Koblenz


Basketball:
(SC Lerchenberg)

Bittere Niederlage im schwächsten Saisonspiel

 
Die Zuschauer auf dem Lerchenberg sind es schon gewohnt, dass bei den Damen-Spielen eher die Defense als die Offense dominiert. Was die 10 Spielerinnen auf dem Feld allerdings diesmal ablieferten, war schon außergewöhnlich. Insbesondere die Gastgeberinnen brachten es kaum fertig, den Ball nur in die Nähe des gegnerischen Korbes zu bringen. Zahlreiche Ballverluste durch Fehlpässe und technische Fehler spielten den Oppenheimerinnen in die Hände, die leicht und locker nach 10 Minuten mit 14:7 führten.
Im 2. Viertel schienen die SCLerinnen dann doch ein wenig aufgewacht zu sein, die Zonenverteidigung klappte besser und Dominique Seifert konnte mit zwei schönen Distanzwürfen auf 14:17 in der 17. Minute verkürzen. Leider gelang es nicht, diesen Aufwärtstrend in eine Führung umzuwandeln. Dieser mehr als nur unansehnliche Abschnitt (beiden Teams gelangen zusammen 14 Punkte) endete mit einem knappen 16:19, das für die Lerchenbergerinnen wenigstens noch alle Möglichkeiten zum Sieg offen ließ.
Nach der Pause entwickelten die beiden Teams dann immerhin wieder etwas mehr Korbdrang. Während die Gastgeberinnen gegen die Manndeckung der Gäste verstärkt unter dem Korb punkten konnten, nutzten die Oppenheimerinnen die laufschwache Zonenverteidigung des SCL durch sicher verwandelte Mitteldistanzschüsse oder einfachen Moves an der Grundlinie aus. Beim SCL machte sich zunehmend auch ein wenig Frust breit, da es trotz der leichten Leistungssteigerung nicht gelang, den Rückstand zu verkürzen. Im Gegenteil, dieser wuchs bis zur 30. Minute sogar noch auf 26:34 an.
Leider entwickelte sich das Spiel des SCL-Teams in den letzten 10 Minuten zu einem totalen Desaster. Gerade mal 2 Feldkörbe brachten die Damen zustande. Wilde Schüsse und undisziplinierte Aufstellungen im Angriff prägten das SCL-Spiel. In der Defense ging überhaupt nichts mehr. Die Mischung aus Jugend- und Senioren-Spielerinnen des TV Oppenheim wirbelte durch die Zone und versenkte einen Schuss nach dem anderen. Da fast alle heimischen Spielerinnen zusätzlich jeglichen Kampfgeist vermissen ließen, endete das Spiel in einem völlig unerwarteten Debakel.
Frank Müller hat zum Glück bis zum nächsten Auftritt in Bad Kreuznach drei Wochen Zeit, um seinen Damen wieder das nötige Selbstvertrauen einzuflößen. Vor allem an den 1-gegen-1-Situationen und an der Wurfquote muss gearbeitet werden.
SCL: Veronika Lehr (6); Christelle Degrada (0), Judit Gyulai (0); Tanja Schimbold (4); Natalie Hertlein (5 Punkte / 1 Dreier); Dominique Seifert (7); Anke Müller (6); Alexandra Beckmann (2); Stephanie Unger-Maar (0).


Autor: axbe
Artikel vom 20.10.2003, 09:00 Uhr

© www.freestyle24.de 1995-2003