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Tischtennis:
(TTC Zugbrücke Grenzau)

Champions League: Grenzau erstmals im Endspiel

 
Pressemitteilung DTTB

Der TTC Zugbrücke Grenzau hat es doch noch geschafft: Durch einen 3:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel beim SVS Niederösterreich zog der Deutsche Meister zum ersten Mal ins Endspiel der European Champions League ein, während der Gegner zum ersten Mal nicht im Finale steht. Das Hinspiel hatten die Westerwälder in eigener Halle mit 2:3 verloren. Beim Wiedersehen in der Wolkersdorfer Schloßberghalle profitierten sie ein wenig von der Schulterverletzung Chen Weixings, die sich dieser im Auftakt-Einzel gegen Lucjan Blaszczyk (2:3) zugezogen hatte. Der Austro-Chinese trat später zwar zu seinem zweiten Einzel gegen Ma Wenge an, er verlor jedoch mit 1:3. Für TTC-Coach Steffen Fetzner aber gab eine andere Partie den Ausschlag - nämlich der 3:0-Sieg von Chen Zhibin, der im Hinspiel wegen einer Grippe gefehlt hatte, gegen Kostadin Lengerov. "Das war für uns das Schlüsselspiel. Wir wussten, wenn er uns 2:1 in Führung bringt, haben wir eine sehr gute Chance. Denn auch ohne Chen Weixings Verletzung war Ma Wenge gegen ihn anschließend der Favorit." Möglicherweise machte Niederösterreich mit der Aufstellung seines Abwehrkünstlers auf Position 1 einen entscheidenden Fehler, denn dadurch kam es nicht mehr zum Duell zwischen Werner Schlager und Lucjan Blaszczyk, bei dem die Gastgeber vielleicht eher eine Chance auf den zweiten Punkt gehabt hätten - und dann hätte das für Niederösterreich günstige Satzverhältnis entschieden. "Wenn wir geahnt hätten, dass sich Chen Weixing verletzt, hätten wir sicher anders aufgestellt", erklärte SVS-Ersatzmann Karl Jindrak dem österreichischen Fernsehen, das die Partie auf TW 1 live übertragen hatte. Steffen Fetzner bezeichnete die erstmalige Finalteilnahme als "Riesenerfolg" für den TTC Zugbrücke Grenzau, der auch im Endspiel gegen Royal Villette Charleroi (3:2 und 3:1 gegen Nevers) nicht chancenlos sei.

Ergebnisse: Chen Weixing - Lucjan Blaszczyk 11:7, 7:11, 10:12, 12:10, 3:11; Werner Schlager - Ma Wennge 8:11, 11:8, 11:9, 11:6; Kostadin Lengerov - Chen Zhibin 4:11, 4:11, 8:11; Chen Weixing - Ma Wenge 10:12, 4:11, 11:5, 8:11.


Autor: hh
Artikel vom 17.03.2003, 09:07 Uhr

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