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American Football: (1. Münchner Football Club Munich Cowboys e.V.)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle München
 
Eine Chance für die zweite Garde

Das Football-Match neigt sich dem Ende entgegen, der Zwischenstand ist überraschend knapp. Da attackiert Wladimir Agapejew noch einmal den gegnerischen Quarterback, holt ihn in vollem Lauf von den Beinen. Gut, dass auch ein Quarterback Schutzkleidung trägt. Denn ein Tackle wie der von Agapejew ist Aggression und Emotion pur. Das wollen die Zuschauer sehen. Und das weiß auch Agapejew, eigentlich nur Ersatzspieler im Kader der Munich Cowboys. Doch ebendiese Backups erhielten beim 26:16 der Cowboys gegen die Aschaffenburg Stallions von Head Coach John Rosenberg die Chance, sich zu beweisen. Agapejew, der 1,85 Meter große und 105 Kilogramm schwere Abwehrspieler des Tabellenersten aus München mit der Rückennummer 57 dreht sich zur Haupttribüne des Dantestadions und reckt triumphierend beide Arme in die Höhe. An seinen Lippen lassen sich unschwer Gedanken lesen: „Seht alle her“, will Agapejew sagen: „Ich habe meine Chance genutzt!“

Cowboys-Abwehrchef Gunther Renner, der bereits in der 18. Saison für die Cowboys auf dem Rasen steht, kommentiert die Emotionen des Backups ein wenig abgeklärter. „Selbstverständlich freut sich eine Defense-Lineman, wenn er den gegnerischen Quarterback zu Fall bringen kann“, sagt der Ex-Nationalspieler. „Aber als Backup, der vom Coach die Chance kriegt, zu spielen, freut man sich eben noch ein bisschen mehr.“

63 Spieler umfasst der Kader der Munich Cowboys in der Saison 2007. Hinzu kommen 18 Spieler des Practice Squads. Doch in der Regel kommen davon nur 30, bestenfalls 35 zum Einsatz. Gegen den Tabellenletzten aus Aschaffenburg verfolgte Rosenberg ein anderes Ziel: Das Spiel zu gewinnen und dabei so viele Spieler wie möglich aufs Feld zu lassen. Genau 44 Akteuren gab der US-amerikanische Coach die Chance, ihr Können zu beweisen. Stammspieler wie Quarterback Travis Harvey, Defense Back Stephan Seidel oder Runningback Dominique Kandolo hatten Pause. Sie sahen sich den Auftritt der Ersatzleute in Jeans und T-Shirt vom Spielfeldrand an.

Der sechste Sieg im sechsten Spiel des jungen Kaders der Munich Cowboys kam daher wie ein überdimensioniertes Learning by doing. „Es gibt ja einen Grund, warum Backups Backups sind“, philosophiert John Rosenberg. „Der Grund ist, dass sie nicht genauso gut und so erfahren sind wie die Starter. Sie haben nicht dieselben athletischen Fähigkeiten, sind nicht genauso schnell.“ Und trotzdem ging der Football-Trainer aus Los Angeles gegen die Unterfranken volles Risiko. Rosenberg tauschte komplette Mannschaftseinheiten gegen Backups aus. „In der zweiten Halbzeit hatten wir eine zweite Verteidigung auf dem Spielfeld“, erläutert der Kalifornier seinen Plan. „So gut wie jeder Spieler durfte mal aufs Feld.“

Das Match hätte tatsächlich kippen können, denn die Stallions konnten sich dank einer Spielpause von drei Wochen gründlich vorbereiten, wie Aschaffenburgs Cheftrainer Alexander Ziemer nach dem Spiel sagte. Im Dantestadion deutete sich erstmals an, dass Aschaffenburg zu Beginn der Hinrunde von seinen Gegnern unter Wert besiegt wurde. Die hohen Niederlagen resultierten aus einer personellen Misere. Der Aschaffenburger Nachwuchs-Quarterback, der eigentlich in den Zweitliga-Kader aufrücken sollte, verletzte sich. Ein Neuer musste kurzfristig herhalten. Zudem war die Offense Line nicht voll ausgebildet. „Wir sind in den ersten Saisonspielen oft hinten gestanden“, erklärt Ziemer. „Weil wir keine Offense Line hatten, die den Ball auf dem Feld halten konnte. Das ist uns in München mal gelungen – nach langer, harter Arbeit.“ Dieter Richter, Lineman und Kicker der Stallions, meint: „Gegen die Cowboys sind unsere Leute wieder aufgewacht. Die hatten richtig Spaß, Football zu spielen. Wir haben Potenzial, um in der Liga zu bleiben.“

Ob die Cowboys der Liga erhalten bleiben oder sich über die Relegationsspiele in die German Football League (GFL) zurückkehren, darüber fällt am Sonntag im Spitzenduell bei den Franken Knights eine Vorentscheidung. Kleiner psychologischer Vorteil für die Münchner: Die Franken (mit Heimvorteil) müssen unbedingt gewinnen, da sie bei einer Niederlage mit dann 10:2 Punkten gegenüber 14:0 der Cowboys schon vier Zähler hinten lägen. Man habe damit die eigene Zielsetzung bereits übertroffen, sagt Rosenberg: „Wir werden wir unser Bestes geben und hoffen, dass wir mit Franken konkurrieren können.“

Vielleicht gibt es ja eine Überraschung und Ersatzleute wie Agapejew, die zuletzt ihre Chance genutzt haben, laufen wieder auf. „Der Backup auf meiner Position“, sagt Gunther Renner, „spielt mit Sicherheit nicht viel schlechter als ich selbst.“

Oder anders formuliert: Die Zweite Garde mit Spielern wie Wladimir Agapejew steht bereit, ist jederzeit einsatzbereit. Denn soviel ist sicher: Die Nummer 57 wird sich wieder narrisch freuen und die Arme in die Höhe reißen. Dann nämlich, wenn es ihm erneut gelingt, den Spielmacher des Gegners zu Boden zu bringen.


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Autor: dema
Artikel vom 19.06.2007, 15:01 Uhr
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