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Tischtennis: (TTC Zugbrücke Grenzau)
 
Grenzau in ungewohnter Situation

Pressemitteilung DTTB:

Zum zweiten Halbfinal-Hinspiel treffen am kommenden Donnerstag ab 18 Uhr in der BSZ-Sporthalle im oberschwäbischen Biberach an der Riß die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Zugbrücke Grenzau aufeinander. Die Begegnung ist die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinales, in dem sich der Deutsche Meister aus Grenzau mit 6:1 und 5:5 durchsetzte. Damals war schon nach dem Hinspiel alles entschieden, und das wollen die TTF dieses Mal verhindern. Trainer Leo Amizic: "Die Voraussetzungen sind nicht vergleichbar. Wir haben dieses Jahr eine ganz andere Mannschaft." Will heißen: eine bessere. Wozu das Quartett um den Weltranglisten-Fünften Chuang Chih-Yuan fähig ist, bewies es im Endspurt der Punkterunde, als man sich mit Siegen über Gönnern (6:2) und Grenzau (6:1) doch noch in die fast nicht mehr erreichbar scheinende Play-off-Runde spielte. Amizic lässt sich vom Kantersieg beim Meister, der ohne den Polen Lucjan Blaszczyk hatte antreten müssen, aber ebensowenig blenden wie von Grenzau anschließendem 1:6 in Gönnern: "Grenzau ist eine große und erfahrene Mannschaft, die nicht zufällig an erster Stelle steht. Sie hat bis auf die beiden letzten Spieltage eine fehlerlose Runde gespielt und ist am Ende, als sie schon klar vorne war, vielleicht ein bisschen eingeschlafen." Der Kroate baut viel lieber auf die Stärke der eigenen Mannschaft: "Bei uns herrscht eine gute Atmosphäre, wir sind vorbereitet. Das Ganze wird vor allem eine mentale Sache." Ein konkretes Wunschergebnis fürs Hinspiel hat der TTF-Trainer nicht. "Ich sehe beide Spiele als eine einzige Partie und wünsche mir, dass wir am Ende im Finale stehen." Das wünscht sich natürlich auch der Titelverteidiger, der sich mit einer ungewohnten Situation konfrontiert sieht: Die beiden Bundesliga-Schlappen gegen Ochsenhausen und Gönnern sowie die Champions League-Finalniederlagen gegen Charleroi bedeuten die längste Durststrecke seit vielen Jahren für die erfolgsverwöhnten Westerwälder. Die jüngste Niederlage allerdings, das 2:3 vom vergangenen Freitag in Charleroi, lässt Grenzau auf einen Aufwärtstrend hoffen. "Das war eine super Leistung, auf der wir in den Play-off-Spielen aufbauen können", meinte Teamchef Steffen Fetzner nach dem Spiel, in dem Ma Wenge und Chen Zhibin mit Siegen über Belgiens Superstar Jean-Michel Saive überzeugten. Die Chancen auf den nächsten Finaleinzug beziffert Fetzner auf "50:50": "Von den vier Mannschaften, die noch dabei sind, kann jeder jeden schlagen. Wir wissen, dass Ochsenhausen gefährlich ist. Die haben sich im Saisonverlauf kontinuierlich gesteigert und den deutschen Pokal gewonnen." Über den kleinen Vorteil, den man sich durch den ersten Platz in der Punkterunde gegenüber den viertplatzierten TTF erarbeitet hat - Grenzau ist bei einem Gleichstand nach beiden Partien weiter - freut sich der bislang sechsmalige Deutschen Meister zwar, darauf verlassen will man sich aber nicht. "Das wäre viel zu gefährlich. Deshalb fahren wir nach Ochsenhausen, um zu gewinnen", stellt der Teamchef klar. Besondere Spannung versprechen die Partien des vorderen Paarkreuzes, wo mit Chuang Chih-Yuan (24:8), Adrian Crisan (21:10/beide Ochsenhausen), Ma Wenge (25:9) und Lucjan Blaszczyk (22:7/beide Grenzau) die laut Saisonbilanz vier stärksten Bundesligaspieler nach Timo Boll (29:7) aufeinandertreffen.

Zwischenresultate und Endergebnis der Begegnung gibt es am Donnerstag wieder im Internet-Liveticker des Deutschen Tischtennisbundes unter der Adresse www.tischtennis.de/bundesliga.


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Autor: hh
Artikel vom 28.04.2003, 08:33 Uhr
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